Autorenname: C. Pöschl

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Neustadt an der Aisch

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# Altbürgermeister für Klaus Meier, neue Becher-Regel beim Kinderfest und Ärger über Plakatflut

Im Neustädter Stadtrat ging es diesmal nicht nur um Formalien, sondern auch um Themen, die viele Bürger direkt betreffen: Eine besondere Ehrung für den früheren Bürgermeister Klaus Meier, eine praktische Änderung für das Kinderfest an der Kirchweih und Diskussionen über zu viele und zu lange hängende Werbeplakate im Stadtgebiet.

Wie Bürgermeister Alexander Müller (CSU) aus der nicht-öffentlichen Sitzung berichtete, soll dem bisherigen Neustädter Bürgermeister Klaus Meier (SPD) der Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen werden. Die offizielle Verleihung soll im Rahmen eines kleinen Festakts in einer der Juli-Sitzungen stattfinden. Dazu wird Klaus Meier noch eigens eingeladen.

Auch das Kinderfest zur Neustädter Kirchweih war Thema im Stadtrat. Unter dem Punkt „Anfragen“ erklärte Stadträtin Jutta Bauereiß (CSU), dass dort künftig keine Plastikbecher mehr verwendet werden sollen. Stattdessen habe man gemeinsam mit der Firma Frankenbrunnen 0,5-Liter-PET-Flaschen organisiert. Die Hoffnung dahinter: weniger verschüttete Getränke, weniger herumliegende Becher und insgesamt ein geordneterer Ablauf beim Fest.

Deutlich kritischer wurde es beim Thema Plakatierung. Stadtrat Markus Simon (SPD) sprach von einem regelrechten „Plakatierwahnsinn“. Er störte sich daran, dass Werbeplakate für Eröffnungen, Truckerfestivals oder Foodtrucks oft noch lange nach den Veranstaltungen an Laternen und anderen Stellen hängen bleiben. Am Ende müsse häufig der Bauhof die zerfledderten Reste entfernen.

Simon verwies dabei auch auf seinen Heimatort Obernesselbach, wo ihn aktuell gleich vier solcher überfälligen Plakate stören. Seiner Ansicht nach sollte die Stadt hier konsequenter vorgehen und auch Ordnungsgelder androhen, damit nicht weiterhin „sämtliche Laternenpfosten“ zugepflastert werden.

Bürgermeister Alexander Müller kündigte an, dass Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe nach der Neustädter Kirchweih die bestehende Plakatierordnung ohnehin überarbeiten wolle. In diesem Zuge könnten dann auch Fristen für das Abhängen sowie mögliche Ordnungsgelder mit aufgenommen werden. Das Thema dürfte den Stadtrat also schon bald erneut beschäftigen.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Ehrung für Klaus Meier ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung für viele Jahre kommunalpolitischer Verantwortung. Und bei den anderen Themen zeigt sich einmal mehr: Manchmal sind es gerade die kleinen Alltagsfragen, die für viele Menschen den größten Unterschied machen. Ob weniger Becher-Chaos beim Kinderfest oder weniger Plakate an jeder zweiten Laterne – wenn es am Ende sauberer, ordentlicher und vernünftiger wird, ist schon viel gewonnen. Und ja: Ein Plakat für ein Festival, das längst vorbei ist, überzeugt meistens niemanden mehr – höchstens den Wind.

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Neustadt an der Aisch

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# AfD-Rede im Kreistag sorgt weiter für Kritik

Die konstituierende Sitzung des Kreistags im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim wirkt weiter nach. Nach den umstrittenen Aussagen des AfD-Kreisrats Dr. Benno Bulitta haben sich nun auch die Kreis-SPD sowie die Initiative „Omas gegen Rechts“ mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet.

Bulitta hatte in der Sitzung die SPD und die „Omas gegen Rechts“ scharf angegriffen. Dabei warf er ihnen eine fehlende Diskussionskultur vor und sprach von einer „Strategie der Lautstärke und der Diffamierung“. Hintergrund seiner Vorwürfe waren Gegenproteste bei AfD-Infoständen im vergangenen Wahlkampf, an denen nach seiner Darstellung auch Sozialdemokratinnen, Sozialdemokraten und die „Omas gegen Rechts“ beteiligt gewesen seien.

Zudem behauptete Bulitta, dabei habe es Unterstützung durch „linksextreme Kräfte wie die Antifa“ gegeben. AfD-Vertreter seien beleidigt worden, was für ihn mit Demokratie und Meinungsfreiheit nicht mehr vereinbar sei. In seiner Rede zog er außerdem Vergleiche zur DDR und zu „dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte“.

Für diese Ausführungen nutzte Bulitta ausgerechnet den Tagesordnungspunkt zur Wahl eines weiteren Stellvertreters des Landrats. In dieser Abstimmung setzte sich der SPD-Kandidat Ronald Reichenberg klar gegen den AfD-Bewerber Armin Heinlein durch.

Nun hat sich Gerhard Gröner, Ehrenvorsitzender der Kreis-SPD, in einer Stellungnahme geäußert. Darin kritisiert er nicht nur den Inhalt der Rede, sondern auch deren Platz im Sitzungsverlauf. Wer an einer Kreistagssitzung teilnehme, müsse sich an Tagesordnung und Anstand halten, so Gröner sinngemäß. Bulitta habe stattdessen andere beschimpft und diffamiert und Themen aus dem Wahlkampf in die Sitzung getragen.

Dass die SPD bei Protesten gegen die AfD sichtbar gewesen sei, bestreitet Gröner nicht. Er betont jedoch, dass sich dort viele weitere Gruppen und Vereine aus dem Landkreisbündnis gegen Rechts beteiligt hätten. Die pauschale Einordnung aller Kritiker der AfD als „linksextrem“ bezeichnet er als Beleidigung gegenüber Menschen, die sich gegen demokratie- und menschenfeindliche Positionen stellten.

Auch auf die historischen Vergleiche reagiert Gröner scharf. Mit Blick auf die deutsche Geschichte erinnert er an den Widerstand der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz von 1933 und an die Verfolgung sozialdemokratischer Abgeordneter in der NS-Zeit. Sein Fazit: „Nie wieder Faschismus“ müsse der Maßstab bleiben.

Ebenfalls Stellung bezog Hilde Stroszeck von den „Omas gegen Rechts“. Ihrer Ansicht nach sei es Bulitta in seiner ersten Sitzung in dem demokratischen Gremium vor allem darum gegangen, Antifaschisten herabzuwürdigen. Für sie steht fest: Wer Demokrat sei, müsse auch antifaschistisch handeln.

Die Debatte zeigt, dass die politische Auseinandersetzung im neuen Kreistag bereits zu Beginn mit großer Schärfe geführt wird. Ob sich der Ton in den kommenden Sitzungen versachlicht, bleibt abzuwarten.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Kreistag ist eigentlich dafür da, über Schulen, Straßen, Finanzen und die Zukunft des Landkreises zu sprechen – nicht, um mit maximalem Pathos alte Wahlkampfgräben nachzuziehen. Politische Kritik gehört zur Demokratie, auch harte Kritik. Wer aber in einer konstituierenden Sitzung lieber Generalabrechnung als Sacharbeit liefert, setzt gleich zu Beginn ein deutliches Zeichen – nur eben nicht das, das viele Bürger von ihrer Kommunalpolitik erwarten. Gerade auf kommunaler Ebene wäre etwas mehr Bodenhaftung oft hilfreicher als der große historische Rundumschlag.

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Neustadt an der Aisch

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## Neustadts Markgrafenhalle zeigt sich in neuem Glanz

Die Markgrafenhalle in Neustadt hat ein neues Gesicht bekommen – und das fällt sofort ins Auge. Statt schlichter Fassade sorgt nun eine moderne, schimmernde Außenverkleidung für einen echten Hingucker. Je nach Lichteinfall changiert sie in verschiedenen Farbnuancen von Rot über Gelb bis Gold und verleiht der Halle damit einen ganz besonderen Charakter.

Mit dem Abschluss des dreimonatigen Bauabschnitts IV zeigten sich Bürgermeister Alexander Müller, Bauamtsleiter Gerald Schorr und Mitarbeiter Frank Maes sehr zufrieden. Maes hatte die Sanierung der Markgrafenhalle maßgeblich begleitet und ließ es sich deshalb trotz Urlaubs nicht nehmen, bei der Präsentation der neuen Fassade dabei zu sein.

Bei der neuen Außenhülle handelt es sich um Aluminium-Verbundplatten mit einem speziellen „Fluorpolymerlacksystem“. Diese Platten sind nicht nur optisch auffällig, sondern bringen auch praktische Vorteile mit sich: Die Fassade ist hinterlüftet, wärmegedämmt, abwaschbar und damit vergleichsweise pflegeleicht. Für die Stadt ist das eine moderne Lösung, die sich bewusst von einer rein funktionalen grauen Gestaltung abhebt.

Die 1974 errichtete Sport- und Veranstaltungshalle gilt als markanter Baukörper in Neustadt. Nach rund 50 Jahren sei das Gebäude nun technisch und optisch nahezu auf Neubau-Niveau gebracht worden, erklärte Bauamtsleiter Schorr. Auch farblich passe sich die sanierte Halle gut in das Ensemble rund um die Comenius-Grundschule ein.

Ausgeführt wurden die Fassadenarbeiten von einer Firma aus Feucht. Die Kosten für diesen Bauabschnitt liegen laut Bürgermeister Müller bei etwas mehr als 350.000 Euro. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten außen allerdings noch nicht: Ein Teil des Gerüsts steht weiterhin, da noch Schäden an der Blitzschutzanlage behoben werden müssen. Außerdem fehlt bislang noch der neue Schriftzug. Künftig sollen auf der Seite zur Comeniusstraße hin ein beleuchtbarer Schriftzug sowie das Neustädter Stadtwappen angebracht werden. Auf frühere Piktogramme im Retro-Stil wird dagegen verzichtet.

Im letzten Bauabschnitt V sollen bis Oktober noch die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Elektrik im Gastrobereich fertiggestellt werden. Für die gesamte Sanierung der Markgrafenhalle sind rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Einschätzung von Frank Maes dürfte sich die Maßnahme auch in diesem finanziellen Rahmen bewegen.

Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von rund 700.000 Euro. Zum Abschluss lobte Bauamtsleiter Schorr die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Förderstelle, den beteiligten Behörden, Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben. Die Arbeiten konnten nach Angaben der Stadt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Die neue Fassade ist auf jeden Fall ein Statement. Wer an der Markgrafenhalle vorbeikommt, merkt sofort: Hier wurde nicht einfach nur saniert, hier wollte man auch sichtbar etwas verändern. Und ganz ehrlich – ein bisschen Farbe, die nicht einfach nur „Betongrau“ heißt, schadet einer Stadt selten. Wenn jetzt noch die restlichen Arbeiten sauber abgeschlossen werden, kann sich Neustadt über eine Halle freuen, die nicht nur funktional fit für die Zukunft ist, sondern auch optisch was hermacht.

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Markt Erlbach

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# Qualität, Zusammenhalt und ein klarer Kurs: SV Losaurach ist Meister und zurück in der Kreisliga

Der SV Losaurach hat sein Ziel erreicht: Nach nur einem Jahr in der Kreisklasse kehrt die Mannschaft als Meister zurück in die Kreisliga. Dabei sah es nach der Wintervorbereitung alles andere als nach einem souveränen Durchmarsch aus. Umso bemerkenswerter ist die Rückrunde, in der Losaurach kein einziges Punktspiel mehr verlor und sich am Ende verdient die Meisterschaft in der Kreisklasse 2 sicherte.

„Nach dieser Wintervorbereitung hätte ich als Trainer nicht gedacht, dass wir so eine Rückrunde spielen“, sagt Spielertrainer Jonas Scheuenstuhl. In den Testspielen und im Pokal wollte es zunächst offensiv kaum laufen, gerade einmal ein Treffer gelang in dieser Phase. Doch pünktlich zum Start in die entscheidenden Wochen war der SVL wieder da.

Mit einem 3:1-Erfolg gegen den stark platzierten TSC Neuendettelsau II und einem 1:1 gegen den direkten Konkurrenten SG Petersaurach/Großhaslach stellte Losaurach früh die Weichen. Danach erledigte die Mannschaft ihre Aufgaben konsequent und brachte die Saison sicher ins Ziel.

Dass es überhaupt noch einmal so deutlich werden würde, war im Herbst nicht unbedingt abzusehen. Zwar startete Losaurach mit Siegen ins Derby gegen Markt Erlbach und in das Kerwaspiel gegen Neustadt, doch anschließend geriet der große Favorit ins Stocken. Nach zehn Spieltagen standen bereits vier Niederlagen zu Buche, zwischenzeitlich rangierte das Team nur auf Platz sieben.

In dieser Phase wurde intern Klartext gesprochen. Nach dem Spiel gegen Hagenbüchach setzte sich die Mannschaft zusammen und stellte sich laut Scheuenstuhl die entscheidende Frage: „Wollen wir jetzt einfach ein bisschen mitkicken oder wollen wir nochmal vorne angreifen?“ Die Antwort fiel eindeutig aus – und sie wurde auf dem Platz eindrucksvoll umgesetzt.

Von da an zeigte Losaurach die Qualität, die viele dem Team schon vor Saisonbeginn zugetraut hatten. Während andere Mannschaften immer wieder Punkte liegen ließen, verlor der SVL bis auf ein 0:2 in Flachslanden kurz vor der Winterpause nur noch ein einziges weiteres Spiel. Hauptkonkurrent Petersaurach/Großhaslach blieb zwar lange ungeschlagen, ließ mit mehreren Unentschieden aber zu viele Zähler liegen. So stand Losaurach am Ende mit fünf Punkten Vorsprung ganz oben.

Ein wichtiger Faktor war die Qualität im Kader. Im Sommer gab es keine Abgänge, dazu kamen mit Moritz Zink ein Neuzugang aus Wilhermsdorf und mit Dominic Meyer ein Rückkehrer nach Verletzungspause. Außerdem wurde Max Stirnweiß aus der zweiten Mannschaft nach oben gezogen. Für Scheuenstuhl war klar: „Das war schon ein guter Kader.“

Vor allem in der Offensive war Losaurach stark besetzt. Marco Volkert traf 17 Mal, Dominic Meyer steuerte nach langer Pause starke 12 Tore bei. Dazu kamen Noah Reuthlingshöfer mit 8 Treffern, Daniel Eckert mit 6 sowie Spielertrainer Scheuenstuhl und Max Stirnweiß mit jeweils 5 Toren. Insgesamt erzielte der Meister 70 Tore in 26 Spielen.

Scheuenstuhl sieht die Stärke seines Teams aber nicht nur in den individuellen Qualitäten, sondern vor allem im Miteinander. „Jeder hat sich für jeden reingehauen. Da hat sich keiner in den Vordergrund gedrängt. Keiner war beleidigt, wenn er mal auf der Bank saß“, sagt er. Genau dieser Zusammenhalt habe mit dafür gesorgt, dass Losaurach nach der kleinen Herbstkrise wieder in die Spur fand.

Defensiv stand die Mannschaft ebenfalls stabil. Nur 29 Gegentreffer in 26 Spielen sprechen eine klare Sprache. Besonders zuhause war der SVL kaum zu schlagen: 13 Siege aus 14 Heimspielen, dazu ein Torverhältnis von 42:13. Das war ein echtes Meisterfundament.

Die Zahlen zur Saison unterstreichen den verdienten Titelgewinn: 61 Punkte aus 26 Spielen, 20 Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Zuhause holte Losaurach 39 Punkte, auswärts starke 22. Die höchsten Siege gelangen jeweils mit 5:0 gegen Merkendorf sowie zuhause auch gegen Hagenbüchach.

Nun wartet die nächste Herausforderung in der Kreisliga. Spielertrainer Jonas Scheuenstuhl will weitermachen und würde in seine fünfte Saison beim SV Losaurach gehen. Auch der Kader soll weitgehend zusammenbleiben. Dann wird sich zeigen, ob die Mannschaft in der höheren Liga dauerhaft bestehen kann.

Oder, wie Scheuenstuhl es mit einem Augenzwinkern formuliert: ob der SVL vielleicht doch eine „Fahrstuhlmannschaft“ ist.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn man sich die Saison von Losaurach anschaut, dann war das kein Titel durch Zufall, sondern einer mit Ansage – nur eben mit kleiner Herbst-Delle. Am Ende hat sich genau das durchgesetzt, was im Amateurfußball oft den Unterschied macht: Qualität im Kader, Ruhe im Verein und eine Mannschaft, die sich zusammenrauft, statt auseinanderzudriften. Und ganz ehrlich: Wer nach so einer Wintervorbereitung noch so eine Rückrunde hinlegt, der hat sich den Aufstieg nicht nur verdient, sondern redlich erarbeitet. In der Kreisliga wird der Wind wieder rauer – aber mit dieser Mischung aus Erfahrung, Offensivkraft und Teamgeist muss sich Losaurach sicher nicht verstecken.

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Markt Erlbach

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# Vergnügen ohne Beigeschmack

## Fairtrade-Steuerungsgruppe Markt Erlbach lud zu einem besonderen Spaziergang rund um das Thema Schokolade ein

**Markt Erlbach** – Schokolade genießen und dabei mehr über Herkunft, Anbau und fairen Handel erfahren: Genau dazu hatte die Fairtrade-Steuerungsgruppe Markt Erlbach bei einem „Walk & Talk“ eingeladen. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich gemeinsam auf den Weg, um bei einem Spaziergang durch den Ort spannende Einblicke in die Welt des Kakaos zu erhalten.

Begleitet wurde der Abend von Dr. Maximilian Held vom Bayerischen Förderkreis von „Oikocredit“. In lockerer Atmosphäre vermittelte er Wissenswertes über den Kakaoanbau, die Auswirkungen des Klimawandels und die Bedingungen im internationalen Handel. Dabei blieb es nicht bei trockener Theorie: Kleine Aufgaben und Mitmachaktionen sorgten unterwegs immer wieder für anschauliche und teils überraschende Aha-Momente.

Wie die Veranstalter mitteilen, bot der Spaziergang nicht nur Gelegenheit, Neues über Schokolade zu lernen, sondern auch, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Gemeinschaft zu stärken. Ganz im Sinne des gemeinsamen Gehens, bei dem Gedanken oft leichter ins Fließen kommen.

Neben den süßen Seiten des Themas wurden auch die Schattenseiten offen angesprochen. So ging es unter anderem um Kinderarbeit, die im Kakaoanbau in vielen Regionen noch immer eine große Rolle spielt. Deutlich wurde dabei, dass fairer Handel an vielen Stellen andere Wege geht als der konventionelle Markt – und damit konkrete Verbesserungen für die Menschen in den Anbauländern ermöglichen kann.

Zum Abschluss wurde es noch einmal ganz praktisch: Bei einer Verkostung von 14 verschiedenen fair gehandelten Schokoladen konnten die Gäste direkt erleben, dass bewusster Konsum nicht mit Verzicht verbunden sein muss. So klang der Abend informativ, nachdenklich und zugleich genussvoll aus.

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Neustadt an der Aisch

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 1: Boris

Heute ist Sonntag, der 31. Mai 2026. Noch fünf Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird.

Offiziell eröffnet wird die Neustädter Kirchweih zwar erst am Samstag. Doch die meisten Neustädterinnen und Neustädter wissen: Die Kerwa beginnt eigentlich schon mit dem Aufstellen der Fichte. Wenn der Baum seinen Platz auf dem Marktplatz findet, dann ist die Kirchweih plötzlich greifbar. Dann liegt Vorfreude in der Luft. Dann wird in den Gesprächen nicht mehr gefragt, ob man auf die Kerwa geht, sondern wann und mit wem.

Man spürt es bereits überall in der Stadt. Die ersten Biermarken sind verkauft, die Planungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.

Denn die Neustädter Kirchweih ist weit mehr als Fahrgeschäfte, Festzelt und Buden. Sie ist ein Stück Heimat. Sie lebt von Erinnerungen, von Traditionen und von den Menschen, die sie Jahr für Jahr zu etwas Besonderem machen.

Um die letzten Tage bis zum Aufstellen der Kerwa-Fichte etwas zu verkürzen, startet NaAZA heute eine sechsteilige Serie rund um die Neustädter Kirchweih.

Dabei geht es nicht nur um Menschen. Es geht auch um Gruppen, Rituale, Traditionen und all die Dinge, die die Neustädter Kerwa seit Generationen prägen und unverwechselbar machen. Kurz gesagt: Um das, was die Kirchweih für viele Neustädterinnen und Neustädter zu der schönsten Kerwa der Welt macht.

Den Anfang macht heute jedoch ein Mensch, den fast jede und jeder in Neustadt kennt.

Oder besser gesagt: Einer, dessen richtigen Namen viele gar nicht kennen.

Denn wer an die Neustädter Kirchweih denkt, denkt an Bratwürste, Bier, Musik, Freunde – und irgendwann auch an Boris.

Dabei heißt Boris eigentlich Klaus Wunder.

Doch diesen Namen kennen viele Neustädterinnen und Neustädter nur von Wahlplakaten oder aus dem Kommunalwahlkampf. Im Alltag ist und bleibt er einfach Boris.

Seinen Spitznamen bekam er in den 1980er Jahren. Während Boris Becker die Tenniswelt eroberte, begann auch Klaus seine Tenniskarriere in Neustadt. Schnell war der Spitzname gefunden – und geblieben. So sehr, dass heute kaum jemand noch Klaus zu ihm sagt.

Boris ist einer dieser Menschen, die man kaum von Neustadt trennen kann. Einer, der immer irgendwo mitmischt, sich engagiert und nie lange stillsitzen kann.

Er arbeitet bei der Stadt Neustadt, war als Büttenredner gefürchtet und gefeiert zugleich, stand im Männerballett auf der Bühne, kandidierte bei Kommunalwahlen und setzt sich seit Jahrzehnten für seine Heimatstadt ein. Wer Boris kennt, weiß: Wenn es um Neustadt geht, ist er meistens vorne mit dabei.

Eine ganz besondere Rolle spielt dabei Thailand.

Aus ersten Reisen wurde eine Leidenschaft. Aus der Leidenschaft entstanden Freundschaften, Kontakte und schließlich gemeinsam mit seiner Frau ein kleines Stück Thailand mitten in Neustadt. Seit Jahrzehnten bringen die beiden mit ihrer thailändischen Küche fernöstliche Spezialitäten nach Franken und sind aus dem Neustädter Stadtbild kaum mehr wegzudenken.

Nicht wenige nennen Boris deshalb augenzwinkernd den inoffiziellen thailändischen Botschafter Neustadts.

Und natürlich gehört er auch zur Kirchweih.

Wer über die Kerwa schlendert, kennt das Bild: Nachdem Bratwurst, Steak und Schaschlik gegessen sind, zieht es viele Besucher irgendwann weiter zum Thai-Imbiss von Boris. Dort wartet nicht nur der Duft exotischer Gewürze, sondern auch ein freundliches Wort, ein Lächeln und das Gefühl, willkommen zu sein.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis eines Kerwa-Originals.

Nicht die große Bühne. Nicht die lautesten Worte.

Sondern über viele Jahre hinweg ein fester Teil der Heimat vieler Menschen zu werden.

Boris verbindet Thailand und Franken, Tradition und Offenheit, Neustadt und die große weite Welt. Und trotzdem ist er dabei immer einer von uns geblieben.

Deshalb gehört Boris für viele genauso zur Neustädter Kirchweih wie die Kerwa-Fichte, der Bieranstich oder das erste Wiedersehen mit alten Freunden auf dem Marktplatz.

Lieber Boris,

bleib so, wie du bist. Und vor allem: Bleibt du und deine Frau unserer Stadt und der Neustädter Kirchweih noch viele Jahre erhalten.

Denn Menschen wie euch machen die Kerwa zu dem, was sie ist:

Nicht nur ein Fest.

Sondern ein Stück Heimat.

**Und jetzt seid ihr gefragt:**

Wer oder was ist für euch ein echtes Neustädter Kerwa-Original?

Welche Menschen, Gruppen, Traditionen oder Rituale dürfen in unserer sechsteiligen Serie auf keinen Fall fehlen?

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Diespeck

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# Unkompliziert „Ja“ sagen: Tauffest im Grünen und spontanes Heiraten in der Region

Wer sich taufen lassen möchte oder seiner Liebe ganz ohne großen Planungsstress einen kirchlichen Rahmen geben will, bekommt in der Region in den kommenden Wochen gleich zwei besondere Gelegenheiten. Das evangelische Dekanat Neustadt lädt erstmals zu einem „Tauffest im Grünen“ nach Obersachsen ein. Wenige Tage später heißt es dann in Wilhermsdorf: spontan vorbeikommen, „Ja“ sagen und sich kirchlich trauen oder segnen lassen.

## Erstes Tauffest unter freiem Himmel in Obersachsen

Premiere im Dekanat Neustadt: Am Samstag, 20. Juni, findet auf dem Gelände am Langhaus in Obersachsen bei Diespeck erstmals ein „Tauffest im Grünen“ statt. Während eines Gottesdienstes unter freiem Himmel von 10 bis 11 Uhr können sich dort Kinder, Jugendliche und Erwachsene taufen lassen.

Wie Diakonin Esther Schmidt mitteilt, soll das Taufwasser dafür extra aus einer Quelle im Wald geholt werden. Geplant sind sieben Stationen, an denen zeitgleich Taufen stattfinden können. Das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters und soll bewusst in einem offenen, festlichen und unkomplizierten Rahmen stattfinden.

Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab anmelden. Das Interesse ist bereits jetzt groß: Schon 15 Taufanfragen liegen nach Angaben des Dekanats vor. Auch Menschen, die bereits getauft sind, können an diesem Tag zur Tauferinnerung kommen.

Wichtig zu wissen: Eine Patin oder ein Pate ist nicht zwingend notwendig. Wird jedoch ein Pate oder eine Patin benannt, muss diese Person evangelisch sein. Bei minderjährigen Kindern ohne evangelischen Paten gilt außerdem: Mindestens ein Elternteil muss der evangelischen Kirche angehören.

Nach dem Gottesdienst ist bis 14 Uhr noch Zeit für Begegnung und Gemeinschaft. Geplant sind Aktionen, ein Picknick, ein Mittagsimbiss sowie Kaffee und geselliges Beisammensein.

## In Wilhermsdorf kann ganz spontan kirchlich geheiratet werden

Ein weiteres besonderes Angebot folgt am Freitag, 26. Juni, in der Hauptkirche am Marktplatz in Wilhermsdorf. Dort können Paare zwischen 11 und 20 Uhr im Rahmen der Aktion „einfach heiraten“ ganz unkompliziert kirchlich heiraten, ihre Partnerschaft segnen lassen oder auch ein Traujubiläum feiern.

Willkommen sind laut Diakonin Esther Schmidt alle Paare – egal, ob bereits standesamtlich verheiratet oder ohne Trauschein zusammenlebend. Wer möchte, kann spontan vorbeikommen. Alternativ ist auch eine Anmeldung für einen festen Zeitraum möglich.

Für die kirchliche Trauung ist wichtig, dass die standesamtliche Heiratsurkunde mitgebracht wird. Außerdem muss einer der beiden Partner evangelisch sein. Vor der Zeremonie gibt es ein kurzes Gespräch mit den Geistlichen, bei dem sich beide Seiten kennenlernen und die Paare von sich und ihrer gemeinsamen Geschichte erzählen können.

## Musik, Trauspruch und ein kleiner Empfang

Auch musikalisch ist für den Tag einiges vorbereitet. Vor Ort stehen Organisten, eine Band und ein Projektchor des Dekanats bereit. Paare können aus einer Liste passende Musikstücke auswählen. Gleiches gilt für den Trauspruch.

Nach der Feier wartet auf die Paare und ihre Begleitung ein kleiner Stehempfang mit Sekt. Schon in den vergangenen Jahren war das Angebot auf großes Interesse gestoßen. Auch diesmal hofft das Dekanat auf viele Paare, die ihrer Liebe in entspannter Atmosphäre einen kirchlichen Segen geben möchten.

## Anmeldung und Kontakt

Anmeldungen zur Taufe sowie für die kirchlichen Hochzeiten sind bei Diakonin Esther Schmidt möglich unter Telefon **09161/8733866** oder per E-Mail an **esther.schmidt@elkb.de**.

Für feste Zeitfenster bei „einfach heiraten“ ist außerdem das Dekanatsbüro in Neustadt unter **09161/887610** erreichbar.

### Kommentar der Redaktion
Manchmal sind die besten Dinge im Leben eben nicht die, die monatelang durchgeplant werden müssen. Ein Tauffest im Grünen mit Quellwasser aus dem Wald klingt jedenfalls deutlich charmanter als manches Formular, das man sonst im Alltag ausfüllen muss. Und auch die Idee, in Wilhermsdorf ohne großes Tamtam kirchlich „Ja“ zu sagen, dürfte viele ansprechen, die Gemeinschaft und Segen wollen, aber keine Hochzeit mit Tischordnung auf DIN-A4-Niveau. Ein schönes Signal aus der Region: Kirche kann auch niedrigschwellig, offen und lebensnah sein.

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## Stadtrat Neustadt: Verkehrsüberwachung bleibt Thema – Stadt entsendet Vertreter in den Zweckverband

Wo in Neustadt geblitzt wird, sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, Bürgermeister Alexander Müller und Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe als Verbandsräte in die Versammlung des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zu entsenden. Die Stadt Neustadt ist dort Mitglied – und setzt damit weiter auf die Zusammenarbeit bei der Verkehrsüberwachung.

Wie Thomas Kursawe im Gremium erläuterte, wird im Stadtgebiet monatlich rund 20 Stunden lang geblitzt. Die Kontrollen finden an sogenannten neuralgischen Punkten statt, also an Stellen, die aus Sicht der Verkehrsüberwachung besonders sensibel sind. Dabei machte Kursawe deutlich, dass es der Stadt nicht ums Geldverdienen gehe: „Wir wollen damit keinen Profit machen.“

Nach seinen Angaben halten sich Kosten und Einnahmen derzeit in etwa die Waage – mit einer leichten Tendenz ins Plus. Christine Pohli (CSU) brachte in der Sitzung den Vorschlag ein, die bisherigen Messstellen im Stadtrat noch einmal gemeinsam zu überprüfen.

Kursawe zeigte sich für Anregungen aus den Fraktionen offen. Neue Standorte für Geschwindigkeitsmessungen ließen sich aber nicht beliebig festlegen. Es gebe klare Richtlinien, etwa mit Blick auf Abstände zu Ortstafeln. Deshalb müssten neue Messpunkte zunächst genehmigt werden. Ein neuer Standort könne also nicht einfach vorgeschlagen und am nächsten Tag sofort genutzt werden.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit setzt sich nach eigenen Angaben seit 2014 für mehr Sicherheit auf den Straßen und im öffentlichen Raum ein. Was einst mit elf Kommunen begann, ist inzwischen zu einem Netzwerk mit mehr als 160 Mitgliedern in vier bayerischen Regierungsbezirken angewachsen. Ziel ist es, Regeln fair durchzusetzen und damit Rücksicht und Sicherheit im Alltag zu stärken.

**Kommentar der Redaktion:**
Blitzer sind so ein Thema, bei dem gefühlt jeder eine Meinung hat – spätestens dann, wenn es einmal selbst „gefunkt“ hat. Dass die Stadt hier auf klare Regeln und genehmigte Standorte verweist, ist wichtig. Denn zwischen „Da müsste man doch mal messen!“ und einer tatsächlich zulässigen Messstelle liegen eben ein paar Vorschriften. Unterm Strich gilt wie so oft: Wer sich ans Tempo hält, kann an solchen Stellen ziemlich entspannt vorbeifahren.

*Foto: Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz*

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# Mittagsbetreuung oder Offener Ganztag? Neustädter Stadtrat diskutiert über die Zukunft der Kinderbetreuung

In der Neustädter Stadtratssitzung ging es eigentlich „nur“ um mehr Geld für die Mittagsbetreuung der AWO. Doch aus dem Defizitausgleich entwickelte sich schnell eine grundsätzliche Debatte: Soll Neustadt künftig weiter auf die bisherige Mittagsbetreuung setzen – oder wäre ein Offener Ganztag das bessere Modell? Klar ist schon jetzt: Die Stadt muss mehr Geld in die Hand nehmen, damit das bestehende Angebot gesichert bleibt.

Auslöser war das Defizit bei der AWO, die die Mittagsbetreuungen an den beiden Neustädter Grundschulen trägt. Zum Ende des vergangenen Schuljahres steht dort ein Minus von rund 43.000 Euro. Hauptgrund sind laut Stadt deutlich gestiegene Personalkosten. Zwar habe der Träger die Betreuungsgebühren bereits angepasst, dennoch lasse sich ein Defizit nicht vollständig vermeiden, so die Verwaltung.

Referent Alexander Swoboda erläuterte im Stadtrat, dass die Unterschiede zwischen Mittagsbetreuung und Offenem Ganztag in der Praxis gar nicht so groß seien. In beiden Modellen gibt es Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen und pädagogische Angebote. Die Mittagsbetreuung sei rechtlich jedoch freier organisiert. Im Offenen Ganztag gebe es mehr Vorgaben, etwa bei Anwesenheitspflichten oder bei der Schülerbeförderung am Tagesende.

Für Diskussion sorgte vor allem der Vorstoß von David Muck (Grüne), der den Offenen Ganztag als das aus seiner Sicht bessere und verlässlichere Konzept bezeichnete. Er sprach sich dafür aus, diese Variante ernsthaft zu prüfen. Die engere Anbindung an die Schule und eine höhere Konstanz nannte er dabei als wichtige Vorteile. Die möglichen Mehrkosten wären aus seiner Sicht gerechtfertigt.

Heike Gareis (SPD) betonte dagegen, dass die bisherige Mittagsbetreuung qualitativ hochwertig arbeite. Sie erinnerte daran, dass sich Eltern in einer früheren Befragung mehrheitlich für dieses Modell ausgesprochen hätten. Deshalb plädierte sie dafür, vor einer Grundsatzentscheidung erneut die Eltern einzubeziehen.

Auch aus der Verwaltung und vom Bürgermeister kam Rückendeckung für die bisherige Arbeit der AWO. Swoboda lobte das Engagement der Mitarbeitenden ausdrücklich. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) machte zum Sitzungsende deutlich, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, die Mittagsbetreuung sei ein schlechtes Angebot. Das sei ausdrücklich nicht der Fall, vielmehr leiste die AWO hervorragende Arbeit.

Am Ende stand dennoch zunächst die finanzielle Seite im Mittelpunkt. Der Stadtrat beschloss einstimmig, für das Schuljahr 2025/26 einen Defizitausgleich von knapp 20.000 Euro an die AWO zu zahlen. Außerdem wurde mehrheitlich entschieden, den jährlichen Zuschuss ab dem Kalenderjahr 2027 dauerhaft von bislang 13.500 Euro auf 33.500 Euro anzuheben. Damit soll verhindert werden, dass sich ähnliche Finanzierungslücken künftig erneut auftun.

Über die langfristige Zukunft der Ganztagsbetreuung in Neustadt will der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher beraten. Dabei könnte auch eine neue Elternbefragung eine Rolle spielen.

**Kommentar der Redaktion:**
Gerade bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sind unvorhergesehene Mehrkosten fast schon so verlässlich wie der Elternabend im Schuljahr. Eine Umfrage unter Eltern kann zwar Stimmungen einfangen, sie bildet aber oft nur den aktuellen Bedarf ab – und der kann sich schnell ändern. Deshalb braucht es hier Entscheidungen mit Weitblick, die pädagogisch sinnvoll und finanziell tragfähig sind. Kinderbetreuung ist für eine Stadt eben weit mehr als bloßes „Unterbringen“: Sie schafft Gemeinschaft, Freundschaften, Verlässlichkeit und fördert ganz nebenbei auch noch das soziale Miteinander. Und wenn man ehrlich ist: Für das, was dort geleistet wird, ist es am Ende eher gut investiertes Geld als teurer Luxus.

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**Sonnwendfeier in Diespeck: DTV lädt zum Sommerabend mit Public Viewing ein**

Eine der kürzesten Nächte des Jahres steht bevor – und in Diespeck wird sie auch 2026 wieder ganz traditionell gefeiert. Der DTV Diespeck lädt am Samstag, 20. Juni 2026, zur Sonnwendfeier am Bolzplatz direkt neben dem Festplatz ein. Neben gemütlichem Beisammensein, Essen und Getränken wartet am Abend auch noch ein sportliches Extra auf die Besucher.

Los geht es ab 18 Uhr. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Es gibt Leckeres vom Grill sowie Bier, Wein und alkoholfreie Getränke. Bei Einbruch der Dämmerung wird dann das große Sonnwendfeuer entzündet – einer der Höhepunkte des Abends.

Wer nach dem Feuer noch nicht genug hat, kann direkt weitermachen: Ab etwa 21 Uhr wird auf Großleinwand das WM-Spiel **Deutschland gegen Elfenbeinküste** übertragen. Damit verbindet der DTV Diespeck Tradition und Fußballabend auf ganz sommerliche Weise.

Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher und laden Familien, Freunde sowie alle, die einen schönen Abend in geselliger Runde verbringen möchten, herzlich ein.

Sollte das Wetter nicht mitspielen und die Veranstaltung abgesagt werden müssen, informiert der DTV Diespeck rechtzeitig über seine Social-Media-Kanäle und auf der eigenen Homepage.

**Kommentar der Redaktion:**
Sonnwendfeuer, Grillduft und dann noch Fußball auf Großleinwand – viel mehr fränkischer Sommerabend geht eigentlich kaum. Jetzt fehlt nur noch passendes Wetter, denn bei Regen schaut selbst das schönste Sonnwendfeuer eher nach „nasser Holzprobe“ aus.

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**Waldbad Neustadt ist Deutschlands beliebtestes Freibad**

Große Freude in Neustadt an der Aisch: Das Waldbad Neustadt ist im aktuellen Freibad-Ranking des TUI-Reiseblogs auf Platz 1 gelandet und wurde damit zum beliebtesten Freibad Deutschlands gekürt. Eine Auszeichnung, die nicht nur das Bad selbst, sondern die ganze Region freuen dürfte.

Grundlage für das Ranking waren laut TUI die Google-Bewertungen von mehr als 1.500 Freibädern in ganz Deutschland. Bewertet wurden unter anderem die durchschnittliche Sternebewertung, der Anteil an 5-Sterne-Bewertungen sowie die Gesamtzahl der Rezensionen. Das Waldbad Neustadt erreichte dabei einen Beliebtheits-Score von 8,491 und setzte sich an die Spitze des bundesweiten Vergleichs.

Besonders hervorgehoben wurde vom TUI-Reiseblog die idyllische Lage des Waldbads im Grünen zwischen Stadtpark, Wiesen und Wald. Auch die Ausstattung mit mehreren Becken, Strömungskanal und Massagedüsen sowie die entspannte Atmosphäre und die schattigen Plätze wurden als Pluspunkte genannt.

Für Neustadt an der Aisch ist diese Auszeichnung ein starkes Signal: Das Waldbad ist nicht nur bei Einheimischen seit Jahren beliebt, sondern überzeugt offenbar auch im deutschlandweiten Vergleich. Gerade in den Sommermonaten ist es für viele Familien, Kinder, Jugendliche und Erholungssuchende aus der Region ein wichtiger Treffpunkt.

Das vollständige Ranking ist hier zu finden:
https://www.tui.com/blog/freibad-ranking-deutschland/

**Kommentar der Redaktion:**
Ganz ehrlich: Wer schon einmal an einem heißen Sommertag im Waldbad war, dürfte über Platz 1 nicht völlig überrascht sein. Zwischen Bäumen, Wasser und einer Portion Neustädter Sommergefühl lässt sich’s eben gut aushalten. Dass das jetzt auch deutschlandweit bestätigt wurde, ist nicht nur schön fürs Image, sondern auch eine kleine Liebeserklärung an unsere Region – und ja, ein bisschen stolz darf man da in Neustadt schon sein.

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Emskirchen

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**Was kann im Winter wachsen? Pflanzenbauversuche in Wulkersdorf werden vorgestellt**

In Wulkersdorf dreht sich am kommenden Dienstag alles um den Pflanzenbau: Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Neustadt lädt gemeinsam mit dem Erzeugerring Mittelfranken zu einer Führung durch die Wintergerstenversuche auf dem Betrieb von Jochen Schönleben ein. Dabei gibt es nicht nur Einblicke in bewährte Sorten, sondern auch in neue Entwicklungen, die für Landwirte in der Region interessant sein können.

Vorgestellt werden die Versuche von Manfred Pöhmerer von der LKP-Erzeugerringberatung Bayern sowie Daniel Ströbel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Wintergerstensorten, die direkt vor Ort begutachtet werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Winterleguminosen wie Ackerbohnen und Erbsen. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die bereits im Herbst ausgesät werden und den Winter über auf dem Feld bleiben. Welche Vorteile diese Kulturen bieten und welche Erfahrungen es damit gibt, soll bei der Veranstaltung ebenfalls erläutert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, aktuelle Fragen rund um den Pflanzenbau mit den Fachleuten zu besprechen.

Treffpunkt ist am Betrieb Schönleben im Emskirchener Ortsteil Wulkersdorf. Beginn der Führung ist am Dienstag, 2. Juni, um 19 Uhr. Zum Abschluss lädt der Raiffeisenlandhandel zu einem Grillabend in die neue Mehrzweckhalle ein.

**Kommentar der Redaktion:**
Landwirtschaft ist längst nicht mehr nur Erfahrung und Bauchgefühl, sondern auch viel Versuch, Auswertung und Anpassung an neue Bedingungen. Gerade Themen wie Winterleguminosen zeigen, wie sich der Pflanzenbau verändert. Und seien wir ehrlich: Wenn es am Ende noch einen Grillabend gibt, hört man bei Fachthemen meistens gleich noch ein bisschen aufmerksamer zu.

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Neustadt an der Aisch

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# Neustädter Kirchweih 2025 steht in den Startlöchern: Das ist das Programm der Festtage

Nur noch wenige Tage, dann beginnt in Neustadt an der Aisch wieder die Zeit, auf die sich viele in der Region jedes Jahr besonders freuen: die Neustädter Kirchweih. Mit Kirchweihbaum, Festumzug, Musik, Kinderfest, Schützenauszug, Feuerwerk und vielen weiteren Programmpunkten verwandelt sich die Stadt vom 5. bis 14. Juni wieder in einen großen Festplatz.

Los geht es bereits am Freitag, 5. Juni, mit einem der ersten traditionellen Höhepunkte: dem Aufstellen der Fichte auf dem Marktplatz. Ab etwa 19 Uhr bringen die Ficht’n Lupfer den bunt geschmückten Kirchweihbaum mit Muskelkraft in die Senkrechte – begleitet von Volkstanz und Musik.

Am Samstag, 6. Juni, startet dann die Kirchweih offiziell. Gegen 13.45 Uhr zieht der Festzug mit verschiedenen Tanzgruppen von der Bamberger Straße zum Marktplatz. Dort spielt ab 14 Uhr die Stadtkapelle Frankenland zum Platzkonzert mit fränkischen Kirchweihtänzen auf. Anschließend geht es weiter zur evangelischen Stadtkirche, wo vor dem Geburtshaus von Adolph Scherzer traditionell der bayerische Defiliermarsch erklingt. Auch das ökumenische Kirchweihsingen gehört wieder zum Programm.

Ein erster großer Höhepunkt folgt um 15 Uhr am Musikpavillon: Dort zapft Bürgermeister Alexander Müller das erste Festbier an und gibt damit den Startschuss für den Festbetrieb. Für Stimmung im Freien sorgt die Stadtkapelle Frankenland, in der Festhalle spielen ab 19 Uhr die Lichtenauer Musikanten, im Festzelt ab 19.30 Uhr die Band Volldampf.

Wer selbst aktiv werden will, kann beim offenen Bürgerschießen der königlich privilegierten Schützengesellschaft mitmachen. Teilnehmen dürfen Interessierte ab acht Jahren noch bis einschließlich Mittwoch, 10. Juni, jeweils von 17 bis 21 Uhr im Schießhaus.

Der Kirchweihsonntag, 7. Juni, beginnt um 9.45 Uhr mit einer Andacht in der Stadtkirche. Um 10.15 Uhr folgt der Kirchweihgottesdienst mit dem Posaunenchor am Festplatz. Um 11.30 Uhr ist der Neustädter Posaunenchor zudem vom Kirchturm zu hören. Der Festbetrieb beginnt wie an den übrigen Tagen um 11.30 Uhr. Ab 15.30 Uhr sorgt der Gaudi-Express im Festzelt für Stimmung.

Am Montag, 8. Juni, steht der Schützenauszug auf dem Programm. Nach dem Frühschoppen ab 10.30 Uhr am Wirtshaus „Scharfes Eck“ marschieren die Beteiligten um 12.30 Uhr los. Am Abend dürfte es im Festzelt voll werden: Ab 19.30 Uhr spielt dort die Showband Radspitz.

Ganz im Zeichen der Kinder und Familien steht der Dienstag, 9. Juni. Das Kinderfest beginnt um 14 Uhr auf dem Marktplatz, natürlich mit dem traditionellen Geißbocktanz. Danach zieht der Festumzug über die Würzburger Straße zum Festplatz. Dort gibt es bis 19 Uhr beim Kinder- und Familiennachmittag Fahrgeschäfte zu ermäßigten Preisen.

Sportlich wird es am Dienstag ab 16.30 Uhr beim Kerwa-Fußballturnier am Sportplatz beim Festzelt. Mannschaften der Ficht’n Lupfer, des Landratsamts, der Stadt und der Sparkasse treten gegeneinander an, den Anstoß übernimmt Bürgermeister Alexander Müller. Musikalisch geht es abends mit den Altmannshäuser Musikanten im Freien und dem Gaudi-Express im Festzelt weiter.

Der Mittwoch, 10. Juni, beginnt um 11 Uhr mit dem traditionellen Frühschoppen von Stadt und Landkreis im Festzelt. Die Stadtkapelle Frankenland übernimmt die musikalische Umrahmung. Abends spielen ab 19 Uhr die Seitz-Buam in der Festhalle, die Gremsdorfer Blaskapelle im Freien und die Moonlights im Festzelt. Gegen 22.30 Uhr erleuchtet dann das Großfeuerwerk die Aischwiesen.

Am Donnerstag, 11. Juni, läuft der Kirchweihbetrieb von 11.30 Uhr bis Mitternacht weiter. Bewirtschaftet werden die zentrale Ausschankstelle, Imbissbuden, Festzelt, Metzgerzelt und Festhalle. Musik ist an diesem Tag nicht erlaubt.

Zum Endspurt der Kirchweih wird am Freitag, 12. Juni, noch einmal kräftig gefeiert: Ab 19 Uhr spielen in der Festhalle die Nachtgeger, im Freien der Musikverein Ulsenheim und im Festzelt die Moonlights. Am Samstag, 13. Juni, übernimmt ab 19 Uhr Volldampf im Festzelt, Querbeet spielt in der Festhalle und die Stadtkapelle Frankenland im Freien. Um 19.30 Uhr findet außerdem im Schießhaus die Preisverleihung des offenen Bürgerschießens statt.

Der letzte Kirchweihtag ist Sonntag, 14. Juni. Parallel läuft von 10 bis 17 Uhr der Trinitatismarkt in der Bahnhofstraße. Boxsportfreunde kommen ab 10 Uhr im Festzelt auf ihre Kosten. Um 10.15 Uhr beginnt der Gottesdienst für Groß und Klein am Kinderspielplatz „An den Herrenbergen“, bei schlechtem Wetter in der Himmelfahrtskirche. Von 11 bis 12.30 Uhr findet der traditionelle Jägerfrühschoppen des Jägervereins Neustadt mit Bläsertreffen statt. Ab 14 Uhr sorgt der Musikverein Diespeck im Freien für Stimmung. Anders als an den Vortagen endet die Kirchweih am letzten Tag bereits um 23 Uhr.

Auch an die Anreise wurde gedacht. Während der Kirchweih vom 6. bis 14. Juni stehen unter anderem die Parkplätze „Zentrum“ und „Wasenmühle“ sowie das Parkdeck an der Bismarckstraße zur Verfügung. Zusätzlich können weitere Stellplätze in und um die Innenstadt genutzt werden. Außerhalb der Öffnungszeiten ist auch das Parken bei Obi und Aldi möglich. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass Parkverstöße – besonders in Rettungszufahrten und Halteverbotszonen – streng kontrolliert und geahndet werden. An den beiden Samstagen sowie am Mittwoch fahren eigens eingerichtete Kirchweihbuslinien. Fahrradstellplätze gibt es an der Freisportanlage am Karl-Ströbel-Weg und an der Parkanlage Wasenmühle.

**Kommentar der Redaktion:**
Neustadt zeigt wieder, wie Kirchweih geht: mit Tradition, Musik, Marsch, Maß und jeder Menge Programm für alle Generationen. Wer da nichts findet, hat vermutlich den Festplan verlegt. Besonders schön: Vom Kirchweihbaum bis zum Kinderfest ist vieles dabei, was genau diesen besonderen Mix aus Heimat, Geselligkeit und fränkischer Feierlaune ausmacht.

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Neuhof an der Zenn

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# Freibad Neuhof startet in die Badesaison – Schwimmkurse und Frühschwimmen geplant

Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger – und in Neuhof an der Zenn rückt damit auch der Start in die Freibadsaison näher. Das Freibad öffnet wieder seine Tore und hält zum Beginn der warmen Monate gleich mehrere Angebote für Kinder und Frühaufsteher bereit.

Ab Freitag, 29. Mai 2026, beginnen im Freibad Neuhof Kinder-Schwimmkurse für Vorschulkinder. Jeweils täglich von 8:00 bis 8:45 Uhr sollen die Kinder spielerisch an das Wasser herangeführt werden und den sicheren Umgang damit lernen. Der Kurs umfasst mindestens zehn Termine, die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro. Anmeldungen sind direkt an der Freibadkasse möglich.

Bereits einen Tag früher, ab dem 28. Mai 2026, startet außerdem wieder das Frühschwimmen. Jeden Donnerstag können Badegäste dann von 6:30 bis 8:00 Uhr ihre Bahnen ziehen. Das Angebot läuft laut Gemeinde bis zum 13. August 2026 und ist wetterabhängig. Wichtig dabei: Der Zutritt zum Frühschwimmen ist nur mit einer gültigen Dauerkarte möglich.

Mit seinen Liegewiesen, dem Sprungturm und dem gewohnten Sommer-Flair bleibt das Freibad Neuhof auch in diesem Jahr wieder ein beliebter Treffpunkt für Familien, Schwimmfreunde und alle, die sich an heißen Tagen eine Abkühlung gönnen möchten.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal sind die besten Nachrichten die, die nach Sommer riechen. Das Freibad in Neuhof ist eben mehr als nur ein Becken mit Wasser – es ist für viele ein Stück Kindheit, Feriengefühl und Dorfleben. Und wer ernsthaft um 6:30 Uhr schon schwimmt, hat sich das Frühstück danach redlich verdient. Besonders die Schwimmkurse für Kinder sind eine richtig gute Sache – denn sicher schwimmen zu können, ist nicht nur praktisch, sondern im Ernstfall enorm wichtig.

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alle

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**Kostenfreie Gründerberatung im Landratsamt: Hilfe für Geschäftsideen und junge Unternehmen**

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit plant oder mit einem jungen Unternehmen vor neuen Herausforderungen steht, bekommt im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim bald wieder praktische Unterstützung an die Hand. Im Landratsamt Neustadt a.d.Aisch findet Anfang Juni eine kostenfreie Beratungsveranstaltung für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen statt.

Die Veranstaltung wird am **Dienstag, 09. Juni 2026, von 14:00 bis 17:00 Uhr** im **Landratsamt Neustadt a.d.Aisch** angeboten.

Das Beratungsangebot richtet sich vor allem an Menschen mit einer konkreten Geschäftsidee sowie an junge Unternehmen, die Fragen zum Aufbau oder zur Weiterentwicklung ihres Betriebs haben. In **vertraulichen Einzelgesprächen** gibt es praxisnahe Unterstützung zu wichtigen Themen wie:

– Businessplanung
– Finanzierung und Fördermöglichkeiten
– Vertrieb und Marketing
– Organisation und Unternehmensführung
– Unternehmensnachfolge

Durchgeführt wird die Beratung gemeinsam mit den **AktivSenioren Bayern e.V.**. Dahinter steht ein Netzwerk aus ehemaligen Unternehmern und Führungskräften, die ihre langjährige Erfahrung ehrenamtlich weitergeben. Die Beratung ist dabei **unabhängig, vertraulich und kostenfrei**.

Da die Gespräche individuell geplant werden, ist eine **Anmeldung bis spätestens Montag, 08.06.2026**, notwendig.

Interessierte können sich per E-Mail an **wirtschaft@kreis-nea.de** anmelden. Im Anschluss wird ein persönlicher Gesprächstermin vergeben.

**Quelle:** Landratsamt Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim
**(c):** https://www.kreis-nea.de/amt-verwaltung/veroeffentlichungen-formulare-co/aktuelles

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt von oben entdecken: Neue Ausstellung zeigt den Wandel der Stadt**

Wie sehr hat sich Neustadt an der Aisch in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Wer darauf eine spannende Antwort sucht, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen: Im Bayerischen Landesluftbildzentrum werden ab Donnerstag, 28. Mai 2026, historische und aktuelle Luftaufnahmen gegenübergestellt – und machen die Entwicklung der Stadt auf beeindruckende Weise sichtbar.

Bis Sonntag, 13. September 2026, können Besucherinnen und Besucher erleben, wie Neustadt in den 1950er Jahren aussah und was sich seitdem verändert hat. Gezeigt werden historische Luftbilder aus dem Stadtarchiv Neustadt an der Aisch sowie aktuelle Luft- und Multikopteraufnahmen der Bayerischen Vermessungsverwaltung. So entsteht ein direkter Blick auf den Wandel der Stadt – von oben und über mehrere Generationen hinweg.

Gerade für Menschen aus Neustadt und der Umgebung dürfte die Ausstellung besonders interessant sein: Viele Straßenzüge, Gebäude und bekannte Orte lassen sich auf den Aufnahmen wiedererkennen. Oft zeigt sich dabei erst auf den zweiten Blick, wie stark sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat.

Die Sonderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Stadtarchivs Neustadt an der Aisch und des Bayerischen Landesluftbildzentrums. Ergänzt wird sie durch Sonderführungen und Vorträge, bei denen Fachleute zusätzliche Einblicke in die Stadtgeschichte geben.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen finden mittwochs um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu finden ist die Ausstellung in der Bamberger Straße 48 in Neustadt an der Aisch.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Ausstellungen sind oft viel mehr als nur ein Blick auf alte Bilder. Sie zeigen, wie sich eine Stadt verändert, wächst und manchmal auch Ecken verliert, die man fast schon vergessen hatte. Gerade Luftbilder haben dabei ihren ganz eigenen Reiz: Von oben sieht man plötzlich, was man am Boden im Alltag gar nicht mehr wahrnimmt. Und man merkt schnell – früher war nicht alles besser, aber manches eben erstaunlich anders.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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Neustadt an der Aisch

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**Kreistag im Wandel: Ausschüsse im Landkreis Neustadt/Aisch sollen deutlich mehr Gewicht bekommen**

Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sollen die Ausschüsse des Kreistags künftig eine stärkere Rolle spielen. In der konstituierenden Sitzung machte Landrat Dr. Christian von Dobschütz deutlich, wohin die Reise gehen soll: weg von langen Grundsatzdebatten im großen Gremium, hin zu fachlich stärker aufgestellten Ausschüssen, die sich intensiver mit einzelnen Themen befassen und mehr Entscheidungen selbst treffen können.

Der Landrat sprach von einer „schlanken Herangehensweise“. Gemeint ist damit vor allem: Die Ausschüsse werden künftig genauer zugeschnitten und klarer nach Fachthemen gegliedert. Sie sollen nicht nur vorbereiten, sondern im Rahmen der im Haushalt vorgesehenen Mittel auch selbst Beschlüsse fassen dürfen. Steigen die tatsächlichen Kosten über den Haushaltsansatz hinaus, landet das Thema im Kreisausschuss. Liegen die Mehrkosten bei über 500.000 Euro, muss der gesamte Kreistag entscheiden.

Nach Ansicht von von Dobschütz stärkt das die Arbeit der Gremien deutlich. Die Ausschüsse sollen zu echten Fachforen werden, in denen tiefer in die Materie eingestiegen wird als bislang.

Auch bei der Besetzung der Ausschüsse wurde in der Sitzung eine wichtige Weiche gestellt. Grundlage ist das Prinzip der sogenannten Spiegelbildlichkeit. Das bedeutet: Die Zusammensetzung der Ausschüsse muss das Kräfteverhältnis der im Kreistag vertretenen Parteien und Wählergruppen möglichst genau abbilden. Wie die Sitze rechnerisch verteilt werden, war Gegenstand zweier Anträge.

Die Linke, die ÖDP, WiR und die FDP haben sich dabei zu einer Ausschussgemeinschaft zusammengeschlossen. Die UWG beantragte das Verfahren Sainte-Laguë/Schepers. Fraktionsvorsitzender Helmut Reiß begründete dies damit, dass bei einem Verfahren nach d’Hondt kleinere Gruppierungen benachteiligt würden. Aus Sicht der UWG wäre die Ausschussgemeinschaft dann in einzelnen Gremien womöglich leer ausgegangen.

Auch die CSU sprach sich schließlich für Sainte-Laguë/Schepers aus. Fraktionssprecher Stefan Schuster erklärte, dieses Verfahren bilde den Wählerwillen am besten ab. Zusätzlich beantragte die CSU, die großen Ausschüsse künftig mit 14 Kreisrätinnen und Kreisräten plus Landrat zu besetzen – statt wie bisher mit zwölf. Beide Punkte wurden einstimmig beschlossen.

Eine Aufwertung erfährt außerdem das Forum Klimaschutz des Landkreises. Es wird künftig als offizielles Gremium in die Geschäftsordnung aufgenommen. Beschlüsse soll das Forum weiterhin nicht fassen, wohl aber Empfehlungen aussprechen. Landrat von Dobschütz kann sich zudem vorstellen, externe Fachleute in das Forum einzuladen. Als Beispiel nannte er gute Gespräche mit Karin Eigenthaler, der Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz.

Für eine Premiere sorgte der Jugendhilfeausschuss. Dort gab es erstmals mehr Bewerbungen als verfügbare Sitze. Deshalb musste der Kreistag abstimmen, welche Organisationen neben den gesetzten Vertreterinnen und Vertretern – etwa aus dem Kreistag und der Jugendarbeit – in das Gremium aufgenommen werden. Landrat von Dobschütz sprach von einer „ein bisschen undankbaren“ Situation: Aus vier starken Bewerbungen mussten drei ausgewählt werden. Büroleiter Bastian Kallert ergänzte, eine solche Konstellation habe es bislang noch nie gegeben.

Am Ende schafften es denkbar knapp Diakonie/AWO, BRK/Caritas sowie die heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe in den Ausschuss. Hinzu kommen elf beratende Mitglieder, unter anderem aus dem Jugendamt, von der Agentur für Arbeit und von der Polizei.

Der Kreisausschuss soll künftig unter anderem Aufgaben des wegfallenden Sozialausschusses übernehmen. Dort sollen vor allem die Themen Klinik und medizinische Versorgung behandelt werden.

Für die neu gewählten Kreisrätinnen und Kreisräte ist zudem am 3. Juli ein umfassendes „Onboarding“ im Landratsamt geplant. In verschiedenen Räumen sollen die Ausschüsse mit den zuständigen Fachbereichen zusammenkommen, um die neuen Mitglieder in ihre Themen einzuarbeiten. Danach ist noch eine gemeinsame Sitzung des Kreistags vorgesehen – allerdings mit weniger Detailtiefe. Die fachliche Arbeit soll bewusst in den Ausschüssen stattfinden.

Am Ende blieb die Kernaussage des Landrats klar: Die Ausschüsse sollen künftig mehr sein als nur Vorzimmer des Kreistags – nämlich die Orte, an denen Fachwissen, Vorbereitung und Entscheidung enger zusammenrücken.

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Markt Erlbach

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**Kind in Markt Erlbach von Auto erfasst**

Ein schwerer Unfall hat sich am Pfingstmontag in Markt Erlbach ereignet: Ein siebenjähriger Junge wurde mit seinem Tretroller von einem Auto erfasst und verletzt. Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell es im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen kommen kann – gerade dort, wo Kinder unterwegs sind.

Nach Angaben der Polizei war das Kind gegen 15 Uhr in der Straße **Am Breiten Rain** unterwegs, wo es keinen Gehweg gibt. An der Einmündung zum **Zennhäuser Weg** wollte der Junge schließlich die Straße überqueren, ohne dabei auf den fließenden Verkehr zu achten. Ein 32-jähriger Autofahrer, der dort geradeaus fuhr, leitete noch eine Bremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern.

Der Siebenjährige stürzte und erlitt mehrere Verletzungen. Laut Polizei zog er sich Schürfwunden an Knie, Rücken und Ellenbogen sowie eine Fleischwunde am linken Knie zu. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Fürth gebracht. Seine Eltern befanden sich ebenfalls vor Ort.

Am beteiligten Auto entstand ein leichter Kratzer. Der Sachschaden wird auf etwa 1000 Euro geschätzt.

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt will Wasser in der Fläche halten: Pilotprojekt am Beerbacher Weg soll bei Starkregen helfen**

Wie kann man verhindern, dass sich bei Starkregen braune Wassermassen ihren Weg durch die Landschaft bahnen und am Ende Straßen, Gräben und Keller volllaufen? In Neustadt an der Aisch setzt man dabei jetzt nicht nur auf Technik, sondern vor allem auf den Boden selbst. Im Fokus steht ein neues Pilotprojekt am Beerbacher Weg, das den Wasserrückhalt verbessern und Erosion eindämmen soll. Doch eines ist auch klar: Funktionieren kann das Ganze nur, wenn die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte mitziehen.

Im Neustädter Stadtrat stellte Johannes Herold vom beauftragten Büro „GeoTeam“ das Vorhaben vor. Die Stadt ist Teil der sogenannten „Schwammregion“, bei der es darum geht, Wasser bei Starkregen möglichst dort zurückzuhalten, wo es fällt. Das Grundprinzip ist einfach: Nicht alles schnell ableiten, sondern den Boden wieder stärker als natürlichen Speicher nutzen. Oder wie Herold es auf den Punkt brachte: **„Der Boden ist der Schwamm.“**

### Problemflächen in Neustadt gezielt untersucht

Im Vorfeld hatte das Büro „GeoTeam“ untersucht, wo es in Neustadt in den vergangenen Jahren besonders häufig Probleme mit Starkregen, Hochwasser und daraus folgenden Schäden gab. Auch Ortsbegehungen mit der Stadtspitze flossen in die Bewertung ein. Daraus entstand eine Übersicht mit landwirtschaftlichen Flächen, die bei Starkregen ein besonders hohes Schadenspotenzial haben. Diese umfasst rund 90 Hektar und wird der Stadt als Teil des Bestands- und Bewertungsplans zur Verfügung gestellt.

Klar sei aber auch, dass nicht überall gleichzeitig angesetzt werden könne. Deshalb wurde nach einer besonders geeigneten Fläche für ein Pilotprojekt gesucht. Neben Birkenfeld, Weiherhof und Unterstrahlbach wurde auch der Beerbacher Weg genauer betrachtet. Am Ende wurde dieser Bereich als sogenannter Hotspot eingestuft.

### Beerbacher Weg im Fokus

Das eigentliche Pilotgebiet umfasst rund 16 Hektar. Dort soll mit angepasster landwirtschaftlicher Bewirtschaftung dafür gesorgt werden, dass mehr Wasser im Boden bleibt und weniger Erde abgeschwemmt wird. Herold machte deutlich, dass viele kleine Maßnahmen oft mehr bringen als einzelne große Bauwerke. Mal seien es 50 Kubikmeter Rückhalt, mal 100 – in der Summe könne das aber einen wichtigen Unterschied machen. Auch Verbesserungen an Gräben könnten dazu beitragen.

Im gesamten betrachteten Gebiet in Neustadt liegen laut Herold rund 2500 Hektar Ackerflächen. Gerade dort sehe man großes Potenzial. Denn im Vergleich zu klassischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen könne man mit einer flächigen Veränderung der Bodenbewirtschaftung in ganz anderen Dimensionen arbeiten – und meist deutlich kostengünstiger.

### Warum die Bodenbewirtschaftung so wichtig ist

Ein zentrales Problem bei Starkregen ist, dass Wasser oft nicht schnell genug versickern kann. Ursache sind unter anderem Verdichtungsschichten im Boden. Dazu kommt, dass es bei heftigen Niederschlägen häufig zur Verschlämmung an der Oberfläche kommt. Der Boden verliert dadurch einen Teil seiner Speicherfähigkeit und Wasser läuft oberflächlich ab – mitsamt Erde und Schlamm.

Genau hier setzt das Projekt an. Ziel ist eine stabile, krümelige Bodenstruktur, die Wasser besser aufnehmen und halten kann. Davon würden mehrere Bereiche profitieren: Der Boden speichert mehr Feuchtigkeit, die Landschaft kühlt sich besser ab, mehr Kohlendioxid kann gebunden werden, das Landschaftsbild wird abwechslungsreicher und auch die Artenvielfalt kann steigen. Vor allem aber sollen Schäden bei Starkregen verringert werden.

### Drei Förder-Bausteine für Landwirte

Für die Pilotphase wurden drei konkrete Maßnahmen entwickelt, für die Landwirtinnen und Landwirte im Projektgebiet Prämien erhalten können:

**1. Erweiterte Fruchtfolge**
Reihenkulturen wie Mais oder Zuckerrüben sollen höchstens einmal in vier Jahren angebaut werden, da sie als besonders erosionsanfällig gelten.
**Prämie: 50 Euro pro Hektar**

**2. „Erosionsschutz+“ beim Maisanbau**
Vor der Maissaat soll eine Zwischenfrucht mit mindestens vier Arten angebaut werden. Außerdem darf vor dem 28. Februar keine Bodenbearbeitung stattfinden. Zusätzlich soll Kalk zur Zwischenfrucht ausgebracht werden.
**Prämie: 200 Euro pro Hektar**

**3. Mais-Alternativen stärken**
Mehrjähriger Anbau von Klee, Luzerne oder Ackergras soll gefördert werden, um den Boden besser zu schützen.
**Prämie: 250 Euro pro Hektar**

Die Finanzierung übernimmt die Stadt Neustadt. Für das Pilotprojekt rechnet man mit Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr.

### Zustimmung im Stadtrat – aber auch Diskussion über das Vorgehen

Im Stadtrat wurde das Projekt grundsätzlich positiv aufgenommen. Allerdings gab es auch kritische Nachfragen. So wollte Gerd Scheuenstuhl (FDP) wissen, ob die Landwirtschaft vor Ort bereits einbezogen worden sei. Herold erklärte, dass Gespräche mit den betroffenen Bewirtschaftern erst im nächsten Schritt geplant seien. Man habe zunächst mit dem Stadtrat klären wollen, ob das Projekt überhaupt gewollt und finanziell abgesichert ist.

Heike Gareis (SPD) sah genau darin einen Schwachpunkt. Aus ihrer Sicht hätte man zuerst mit den Landwirten sprechen sollen. Zwar sei klar, dass etwas getan werden müsse, doch nun könne ein gewisser Druck entstehen.

Andere Ratsmitglieder bewerteten das Vorhaben dagegen ausdrücklich als Chance. Reinhold Schultheiß (Grüne) betonte, dass Wasserrückhalt gerade in einer trockenen Region wie Neustadt wichtig sei und eine vielfältigere Fruchtfolge auch den Böden und damit den Betrieben zugutekomme.

Manfred Dietlein (SPD) verwies auf die konkrete Lage am Beerbacher Weg: Von dort fließe Wasser bis nach Rösleinsdorf und sorge dort immer wieder für Probleme in Kellern. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) bestätigte, dass die „braune Brühe“ in diesem Bereich vielen bekannt sein dürfte.

### Teilnahme bleibt freiwillig

Ob das Projekt erfolgreich wird, hängt nun vor allem davon ab, ob sich genügend Landwirte beteiligen. Herold stellte klar, dass die Prämien nicht in jedem Fall sämtliche Mehrkosten ausgleichen werden. Es sei also auf die Bereitschaft der Betriebe angewiesen, mitzumachen. Sollte sich auf der vorgesehenen Fläche kein Interesse ergeben, könne notfalls auch ein anderer Bereich geprüft werden.

Ein Treffen mit den betroffenen Flächenbewirtschaftern soll nun zeitnah stattfinden. Dort könnten auch noch Anpassungen am Modell besprochen werden. Wenn sich die Pilotphase bewährt, wäre ab Sommer 2027 eine Ausweitung denkbar.

Der Neustädter Stadtrat nahm das Projekt schließlich einstimmig zur Kenntnis und gab die vorgesehenen 6000 Euro für den Haushalt 2027 frei. Einig war man sich allerdings auch darin, dass wohl noch einige Überzeugungsarbeit nötig sein wird – denn die Teilnahme bleibt freiwillig.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Idee klingt erst einmal unspektakulär: weniger Erosion, bessere Fruchtfolge, mehr Wasserrückhalt. Aber genau solche Maßnahmen entscheiden oft darüber, ob bei Starkregen ein Acker Wasser schluckt – oder ob die Brühe am Ende im nächsten Keller landet. Dass Neustadt hier an einem bekannten Problemort ansetzt, ist sinnvoll. Jetzt kommt es darauf an, die Landwirte wirklich mitzunehmen. Denn am Ende hilft kein noch so gutes Konzept auf dem Papier, wenn es draußen auf dem Feld nicht angenommen wird. Oder anders gesagt: Der Boden mag der Schwamm sein – aber ohne Mitmacher bleibt auch der trocken.

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# Wegen Hitlergruß vor Gericht

## Vier Zeugen und Videoaufnahme bringen nur teilweise Klarheit – beim zweiten Mal sah das Gericht die Grenze überschritten

**Neustadt/Berlin Windsheim** – War es nur eine abwehrende Geste oder doch ein strafbarer Hitlergruß? Mit dieser Frage hat sich das Amtsgericht Neustadt an der Aisch beschäftigt. Im Mittelpunkt stand ein Vorfall in der Franken-Therme Bad Windsheim aus dem Mai des vergangenen Jahres. Mehrere Zeugen und eine Videoaufnahme der Überwachungskamera sollten Licht ins Geschehen bringen – am Ende kam das Gericht zu einem klaren Ergebnis: Beim zweiten Armheben lag nach Auffassung von Richter und Staatsanwaltschaft eine Straftat vor.

Nach Angaben eines Zeugen, der den Vorfall später auch zur Anzeige brachte, hatte er im Foyer der Therme auf seine Frau gewartet, als ein Mann an der Kasse laut geworden sei. Schließlich sei dieser unvermittelt auf ihn zugegangen, habe ihn massiv beschimpft und sich später sogar provokant mit dem bekleideten Hinterteil zu ihm gedreht. Diese Szene war laut Gericht auch auf der Videoaufnahme aus dem Ausgangsbereich zu erkennen.

Der 50-jährige Zeuge sagte vor Gericht außerdem aus, dass der Angeklagte nicht nur einmal, sondern ein weiteres Mal den Hitlergruß gezeigt habe. Gerade das Video spielte in der Verhandlung eine wichtige Rolle. Richter Dr. Sebastian Grimm betonte, dass man nicht in die Köpfe der Beteiligten schauen könne – deshalb sei die Aufnahme als Beweismittel besonders wichtig gewesen.

Der 44-jährige Angeklagte, ein deutsch-türkischer Mann, wies den Vorwurf entschieden zurück. Er erklärte, er gehöre nicht zur rechtsextremen Szene und verwies dabei auch auf seinen Migrationshintergrund. Gemeinsam mit seiner Verteidigerin machte er geltend, dass es sich bei den Armbewegungen lediglich um Abwehrgesten gehandelt habe. Hintergrund sei ein Eifersuchtsstreit mit seiner Freundin gewesen, in den sich der Zeuge eingemischt habe. Auch die Freundin des Angeklagten bestätigte diese Darstellung und beschrieb ihn als temperamentvollen Menschen, der viel gestikuliere.

Auf den Videoaufnahmen war laut Gericht zu sehen, dass der Angeklagte den Arm insgesamt dreimal hob. Die Bewertung dieser Bewegungen stand im Zentrum der Verhandlung. Während die Verteidigung auf missverständliche Gesten plädierte, blieb der Zeuge bei seiner Darstellung: Der Mann sei in Rage gewesen und habe eindeutig den Hitlergruß gezeigt.

Im Prozess wurden außerdem ein Polizeibeamter und eine Mitarbeiterin der Therme als Zeugen gehört. Letztere konnte nur angeben, dass der Angeklagte wohl alkoholisiert gewesen sei. Auch die Verteidigung verwies auf die mögliche enthemmende Wirkung von Alkohol. Der Angeklagte selbst erklärte, er könne sich an den Vorfall nicht erinnern.

Staatsanwalt Dennis Reizammer forderte eine Verurteilung zu 90 Tagessätzen wegen Beleidigung und der Verwendung eines Kennzeichens verfassungswidriger Organisationen. Nach seiner Einschätzung sei vor allem die zweite Armbewegung eindeutig strafbar gewesen. Richter Grimm folgte dieser Linie im Kern. Er hielt es für möglich, dass der Angeklagte nach einer ersten Bewegung vom Zeugen angesprochen wurde und dann mit einer zweiten Geste bewusst verdeutlichen wollte, wie ein Hitlergruß aussieht.

Das Gericht verurteilte den 44-Jährigen schließlich zu **60 Tagessätzen à 60 Euro**. Der Mann war bislang nicht vorbestraft und war auch zuvor nicht als Rechtsextremist in Erscheinung getreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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